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Produkt vs. Projekt: Warum der Unterschied entscheidend ist

| Robert Giacinto | 2 Min. Lesezeit

In unserer Beratungspraxis treffen wir oft auf Teams, die “Produkte bauen”, aber wie Projekte denken. Das führt zu Problemen.

Der Projektgedanke

Ein Projekt hat:

  • Ein definiertes Ende
  • Ein festes Budget
  • Einen klaren Scope
  • Einen Auftraggeber, der am Ende abnimmt

Das funktioniert für einmalige Vorhaben. Für Software-Produkte ist es Gift.

Warum Produkte anders funktionieren

Ein Produkt ist nie “fertig”. Es entwickelt sich mit seinen Nutzern weiter. Die besten Produkte:

  1. Lernen kontinuierlich – durch echtes Nutzerfeedback
  2. Priorisieren ständig neu – basierend auf Erkenntnissen
  3. Messen Erfolg an Outcomes – nicht an Output

Die typischen Symptome von Projektdenken

  • “Das Feature war so spezifiziert” statt “Das löst das Problem des Nutzers nicht”
  • Release einmal im Quartal statt kontinuierlich
  • Team wird nach “Fertigstellung” aufgelöst
  • Erfolg = Scope delivered statt Impact erzielt

Der Weg zum Produktdenken

Stabile, crossfunktionale Teams

Ein Produkt braucht ein Team, das langfristig Verantwortung trägt. Das bedeutet: Design, Entwicklung, und Product Management arbeiten dauerhaft zusammen.

Outcome-orientierte Ziele

Statt “Wir bauen Feature X” besser “Wir verbessern Conversion um 10%”. Das Team entscheidet dann, wie das Ziel erreicht wird.

Kontinuierliche Discovery

Regelmäßige User Interviews, Experimente, und Prototypen. Nicht einmal am Anfang, sondern immer.


Ein einfacher Test: Wenn dein Team auf die Frage “Wer ist verantwortlich für den Erfolg dieses Produkts?” mit “der Product Owner” antwortet statt “wir alle”, habt ihr noch Arbeit vor euch.

Wie steht es um das Produktdenken in deinem Team? Lass uns schauen, wo ihr steht.