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Organisationsentwicklung: Definition, Methoden und systemischer Ansatz

Organisationsentwicklung (Ö) ist ein geplanter, systematischer Prozess zur Verbesserung von Strukturen, Prozessen und Kultur in Unternehmen. Anders als punktülle Reorganisationen zielt Ö auf nachhaltige Veränderung durch Einbindung der Betroffenen.

Systemische Organisationsentwicklung

Der systemische Ansatz betrachtet Organisationen als komplexe soziale Systeme, die sich nur aus sich selbst heraus verändern können. Statt isolierter Eingriffe werden Wechselwirkungen zwischen Bereichen, Teams und Individün berücksichtigt.

Kernprinzipien systemischer Ö:

  • Ganzheitlichkeit: Betrachtung der gesamten Organisation statt einzelner Symptome
  • Selbstorganisation: Veränderung entsteht durch die Beteiligten, nicht durch Vorgaben
  • Kontextabhängigkeit: Lösungen müssen zur spezifischen Unternehmenskultur passen
  • Prozessorientierung: Muster und Dynamiken wichtiger als starre Strukturen
  • Partizipation: Einbindung der Betroffenen erhöht Akzeptanz und Nachhaltigkeit

Methoden der Organisationsentwicklung

Bewährte Großgruppen-Methoden für Veränderungsprozesse:

  • Open Space Technology: Selbstorganisierte Konferenzen zu wichtigen Themen
  • World Cafe: Strukturierter Dialog in wechselnden Tischgruppen
  • Appreciative Inquiry: Stärkenorientierter Ansatz nach David Cooperrider
  • Design Thinking: Nutzerzentrierte Problemlösung für Innovation
  • Agile Frameworks: Scrum und Kanban für iterative Veränderung

Diese Methoden verbinden sich mit klassischen Phasenmodellen wie Kurt Lewins Dreischritt (Auftaün-Verändern-Stabilisieren) oder John Kotters 8-Stufen-Prozess für strukturierte Agile Transformation.